Dienstag, 3. Mai 2011

Gebackene Hosen ....

... gab's gestern bei uns. 
Der 2. Norgg Gereon hatte zuerst eine Hose an die, genäht aus einem leicht rot angefärbten und aussortierten Wollrock, dermaßen langweilig und farblos aussah, dass ich mich - in guter Erinnerung an mein Mausebackerlebnis - entschlossen habe sie auf alt zu trimmen.
Also dann, eine Tüte mit altem schwarzen Tee rausgekramt und eine dicken Brühe damit gebraut.
Die Hose und noch ein paar Beinlinge eingetaucht, gut ziehen lassen, ausgewrungen und ab damit in den Ofen bei 200°. So hab' ich das mit der Kaffeemaus auch gemacht.
Tja, was soll ich lange drumherum reden,


Rauchschwaden erinnern mich :"Ach sch.... - da war doch noch was!!"
Ofen aus und auf, das Fenster aufreissen und Hose und Beinlinge auf die Fensterbank legen.
Ein merkwürdiger Geruch breitet sich in der Wohnung aus und läß sich nicht weglüften.
Mein Mann stürzt alarmiert aus seiner Räumlichkeit, sieht mich schräg und stirnrunzelnd an, und hat fortan noch weniger Grund sein Zimmer zu verlassen. 
Erst nach Stunden war der süßlich, bruzzelige Geruch verschwunden (der Tee war aromatisiert - hüstel).
Interessanterweise hat der Stoff diesen Geruch nicht angenommen. Wie auf dem Foto zu sehen, ist er etwas geschrumpft - ich vermute die Kunstfaser hat sich in Rauch aufgelöst. Das Gewebe ist etwas steif geworden, aber nicht brüchig.
Deshalb trägt Gereon nun auch problemlos seine gebackene Hose :o)





 *
Mein kleiner großer Watson ist dauernd draussen. Meistens hat er kaum Zeit ordentlich zu fressen und kommt völlig ausgehungert heim. Offenbar hat er noch keinen Nachbarn der ihn füttert - das kann aber nur eine Frage der Zeit sein. Wenn er laut miauend - immerzu tut er alles laut miauend - vor irgendeiner Tür steht - unwiderstehlich, finde ich jedenfalls.
Bein Auffüllen des Trockenfutterbehälters konnte er leider nicht abwarten bis etwas davon in seine Schüssel gewandert ist:


Da musste er sich gleich an der Quelle den Bauch vollschlagen, um danach für Stunden in den Tiefschlaf zu fallen und danach hurtig wieder stundenlang draussen rumzutigern um völlig ausgehungert nach hause zu kommen und sich dann den Bauch vollschlagen um danach für Stunden in den Tiefschlaf zu fallen und danach hurtig wieder stundenlang .....

------ ACH, SO EIN KATERLEBEN -----

 Ich grüße euch zusammen mit
- schnarch Watson- 
ganz herzlich!


Donnerstag, 28. April 2011

Wenn's gut läuft ...

... wird ein Norgg auch schon mal in 3 Tagen fertig.
Das hier ist *Severin*, einer von zweien, die  - wenn's weiter gut läuft - zum Wochenende fertig zum Verschicken sind.
Ich hab mal einen aus hellerem Stoff gemacht. Finde ich auch schön.


Eigentlich sollte Watson heute zum Kastrieren, aber er hat nochmal Aufschub bekommen. Tierarzt macht Ferien bis 30. 4. Umsonst hingefahren und umsonst in der Kiste gejammert. 
Seinen Übermut nach wieder gewonnener Freiheit hat eine alte Ausgabe des Stern abbekommen:
 

Beim Besuch in der Eifel hat er sich diesen kleinen Schmiss auf der Nase geholt. Heilt ziemlich langsam.
Seit der Zeitschriftschlacht heute Mittag schläft Watson wie ein Toter - jetzt immer noch.
Das sieht nach einer langen Nacht aus.
Das wieder wärmere Wetter hat mich angekurbelt meine Kräuter und ein paar Blumen auszusähen.
Mal abwarten was sich daraus entwickelt.
Das Lobster-Bild im Hintergrund habe ich vor vielen Jahren mal beim Spinnrad gekauft. Ich kann es leider nicht entsorgen, denn die Meisen holen sich jedes jahr was zu Nestbau davon. Irgendwie finde ich das schön, und so bleibt das angefressene Teil eben an der Wand hängen. Ich bin sowieso nicht so der sterile Balkontyp. 
Balkon ist bei draussen, und draussen ist Wildnis *lol*.
Hauptsache man hat eine gute Begründung .....

Jetzt gehts weiter mit dem zweiten Norgg. Ich glaube der wird *Gerion* heißen.
Man sieht sich ... Grüße von

Watson
&

Montag, 25. April 2011

Wen wundert's denn noch ....

... das schon wieder 4 Wochen vergangen sind seit meinem letzten Post. Mich nicht wirklich!
Obwohl ich die halbe Zeit unterwegs und ausser Haus war, war ich fleissig und habe einiges an Aufträgen, Liebesdiensten und Geschenken zustande gebracht.


Ein großes Bedürfnis war es mir diesen Valentino zu nähen. Er ist für eine kranke Freundin und ich hoffe, ich kann ihn bald bei ihr abgeben. Ich habe ihn aus Wollstoff genäht, den ich anschließend mit starkem Kaffee getränkt, abgetupft und im Backofen getrocknet habe. Hier zu sehen ....

 So hat er eine schöne mausbraune Farbe bekommen und riecht - noch - ganz lecker.
*
Nachreichen möchte ich das Innenleben der Nähmappe, die keine Nähmappe sondern ein Kartenetui war. Ich habe es gestern verschenkt, und kann es nun zeigen. 

 Meine SchwiegerEllen spielt regelmäßig Doppelkopf und hat sich sehr über das feine Teilchen gefreut.
Und weils der 70. Geburtstag ist, gabs als Zugabe noch meine 2. Nähdose. 
Voilà - die Törtchendose - wird in ihrer Küche ihren Platz bekommen.

*
2 Norgge habe ich genäht. Sie sind dieses Mal bei mir namenlos geblieben.

 *
Einweiterer Auftrag war eine robuste Puppe für ein kleines Mädchen zu nähen. 
Sie sollte ca 25 cm groß werden.

Die Latzhose kann man ausziehen, und das ganze Teil einfach in die Waschmaschine werfen. Die Haare sind aus Teddyplüsch und auch gut zu waschen.
*
Rollos für ein Kinderzimmer, ein Binding für den kleinen Quilt einer Bekannten meiner Mutter, einige Klamotten verändert, mein Sofa neu bezogen. All das hab ich auch noch zwischendurch genäht.

Und zu meinem großen Vergnügen hab ich ein neues Helferlein in meinem Nähzimmer:

Eine tolle Maschine. Ausgepackt und eine halbe Stunde später schon eine einwandfreie Overlocknaht genäht.
Natürlich beherrsche ich noch nicht all ihre Geheimnisse, aber bin auf dem besten Weg.
 *
Watson ???? Wer ist das denn????????????????????????????
Mein Kleiner wächst und gedeiht, und ist schon ein recht Großer geworden. Wenn er nicht

schläft ,
(er zieht schon ab und zu das Sofa vor, weil die Hängematte zu klein wird),

oder frisst,
(tja, so kanns kommen wenn man die Reste des Abendmals nicht im Auge behält)

stromert er draussen herum. Er liebt den Frühling - wer nicht! Einige Nächte hat er auch schon draussen verbracht. 
Gott sei Dank gab es keine größeren Probleme mit Felix, dem Kater meiner Eltern. Er war zwar gelegentlich etwas genervt wenn Watson ihm auf die Pelle rückte, aber beide haben folgendes Gentlemen's agreement geschlossen: Felix geht seiner Wege und Watson robbt mit 2 Meter Abstand hinterher. Zum Schreien .... Er bewundert Felix unendlich, und war sehr geknickt als wir wieder nach Hause fuhren.
Seine erste Zecke hat er heimgebracht, ein zweites Mal ist er in die volle Badewanne gehüpft, und hat einen trüberen Nachmittag einige Stunden mit mir im Nähzimmer verbracht. Da kommt man zu nix.


Voraussichtlich verreisen wir erst Ende Juni wieder. Dann wird er wieder 10 Tage in Bebra sein Unwesen treiben. Oh Mann, dann sind schon Sommerferien.
Heute Nachmittag sind wir von einem Osterbesuch bei unseren Familien heimgekommen.
An einem strahlend warmen Ostermontagmorgen hab ich mir heute im Garten meiner Eltern Flieder geschnitten und ein paar Vergissmeinnichtpflanzen ausgegraben.

Eine kleine duftende Erinnerung an schöne Stunden. 

Ein kleines Trostpflaster für mein nicht endendes Heimweh in die Eifel.

Bis bald grüßen euch ganz herzlich

&
Watson



Sonntag, 20. März 2011

... und tschüss, Wilbur...

... hab' ein gutes Leben bei Patricia in der Schweiz.


Wahrscheinlich bekommt er von ihr einen neuen Namen, aber während er bei mir entstanden ist, musste er Wilbur heißen. Ich mag ihn sehr.


*
Was habe ich noch genäht und getan während der vergangenen 4 Wochen? :
Mithilfe einer Materialpackung zwei dieser drei Decksäckchen. Das Dritte auf dem Foto mit Stoffen aus meinem Fundus und einer leicht abgewandelten Blüte.

 
Einer für die Nähmaschine, einer für's Bügelbrett und einer für den Handnähplatz im Wohnzimmer. Beim nächsten Erbachtreffen in 4 Wochen werde ich mit 2 der 3 Mädels noch ein viertes für den Schneidetisch nähen - wahrscheinlich mit einem anderen Nadelkissen drauf.
Ja wirklich, nicht zu glauben das ich sowas bisher noch nicht hatte.
 *
 Eine weitere Erungenschaft meines letzten Einkaufes in den USA ist diese wunderschöne Stoffserie von French General, um die ich ein paar Wochen herum geschlichen bin. 
Sie heißt "La Petite Ecole" (die kleine Schule).






Ich habe nicht alle Stoffe der Serie gekauft, aber von den obigen jeweils ein halbes yard. Da ich seit kurzem in den Genuss kommen kann meine Einkaufe zollfrei und zum sehr günstigen USA Inlandsporto nach Deutschland zu bekommen, war dieser Stoffeinkauf ein preisgünstiges, reines Vergnügen.
Ich plane damit ein neues Projekt mit Anleitung. 
Was das wird? Keine Ahnung, es liegt noch in den Stoffen verborgen.
Apropos Anleitung: Ich habe es heute nachmittag endlich geschafft die Anleitung für meine Reisetasche in den DaWanda Shop zu stellen.

Wer also noch daran Interesse hat findet sie hier.
*
Dann war ich Anfang März 10 Tage unterwegs, und danach eine Woche krank.
Ich habe meine Schwester in Bebra besucht. Sie hatte mir eine Eintrittskarte für ein Konzert mit jungen irisch/schottischen Gruppen geschenkt. 
Es war ganz wunderbar.
Watson hatte ich in der Zeit mit dabei. Mit einem nicht unbegründeten mulmigen Gefühl, dass er dort das ganze Haus aufmischt. Sicherheitshalber habe ich mich bei der Begrüßung schon mal für alles was kaputt gehen sollte entschuldigt. Man kann gar nicht früh genug mit dem Entschuldigen anfangen, finde ich. Und ganz ohne Verluste ist es dann natürlich nicht vonstatten gegangen. Immerhin dauerte es fast 5 Tage bis Watson das Bad für sich entdeckt hatte, denn es gab einfach zu viel anderes Interessante zu entdecken.
Ich beglücke euch jetzt mit einer Minifotoserie vom erbitterten Kampf des großartigen Watson mit der hinterhältigen, boshaften und nicht zu unterschätzenden Klorolle:










Ich gebe zu, mit Klopapier in der Schnüss geht ihm einiges an Charme verloren, aber man kann - gerade bei Kampfhandlungen - nicht immer nur gut aussehen.
Obwohl ein miserables Foto ....

... doch die unübersehbare Dokumentation des unwürdigen Endes einer so harmlos aussehenden Rolle.
Falls ihr auch von der Existenz einer solchen Gefahr im Badezimmer Kenntnis habt, könnte ich in Erwägung ziehen mit dem tapferen Rollenüberwinder Watson anzureisen. Wir legen Wert auf freundliche Aufnahme, Kost und nötigenfalls - je nach zurück zu legender Entfernung - Logis mit problemlosem Freigang.
Für die Wiederherstellung der Ordnung nach dem Erlegen des Feindes stehe ich leider nicht zur Verfügung !

Nicht verschweigen möchte ich euch auch die Initiation meines Katers. Mit der begeisterten, fachmännischen und extrem aufregenden Jagd seiner ersten Maus - mit Präsentation derselben auf dem Teppich meiner Gastgeberinnen - ist Watson nun ein vollständiges Mitglied der großen wilden Katergemeinde. Vor Stolz und Glück passte er stundenlang nicht mehr durch den Türrahmen.
Hin und her reisen klappt immer besser. Schon in 2 Wochen ist es wieder soweit: Wir fahren in die Eifel. Da gehts dann hoch her, denn in und um das Haus geben sich diverse Schlägertypenkater die Klinke in die Hand. Mal sehen, ob er ohne Blessuren davon kommt.
*
Ich verspreche euch nicht, mich schnell wieder zu melden. Mit meinen extremen Stimmungsschwankungen kann ich im Moment einfach nichts vorhersehen.
Et kütt wie et kütt !
Aber den nächsten Norgg stelle ich euch natürlich vor!

Bis dahin bleibt gesund, munter und in froher Erwartung eines baldigen Frühlings. 
Ciao sagen
Watson
&

Samstag, 15. Januar 2011

2 Norgge ...

und zwei Kranke haben mich vergangene Woche beschäftigt.
Eigentlich wollte ich noch einen 3. Norgg fertigmachen, aber Claus ist mit einer Rippenfellentzündung zu Hause. In meiner Familie gibt es eine Krebserkrankung, und das alles hat mich einige Nächte gekostet. Meine Tage waren dementsprechend...

Bei den Norggen habe ich eine etwas andere Kopfform ausprobiert und die Hände vergrößert. 
Hier ist Engas  "Kramer" :


Ich experimentiere immer noch mit der Mundpartie. Da das Gesicht in einem Zug mit einem langen Faden gestaltet wird, ist es nicht immer leicht den am Schluss modelierten Mund nochmal auf zu machen. Manchmal kriege ich den festgezogenen Faden einfach nicht mehr heraus. Und wenn der Rest des Gesichtes in Ordnung ist, überlege ich hundertmal ob ich alles wieder auftrennen soll. Ich werde wohl bei den Nächsten den Faden nach der Nase vernähen und versuchen die Mundpartie separat zu modellieren.

Zumindest nähere ich mich langsam einem zufriedenstellenden Ergebniss, auch wenn die Norgge immer zahnlos aussehen.

Den folgenden Norgg habe ich für Heike genäht. Sie hat mich mit den orangen Haaren und den Stoffen für die Kleidung beglückt. Entstanden ist daraus  "Hugo" - Heikes Nähzimmernorgg.
Wenn man in Heikes Stoffschränke schaut, kann man die neue Heimat Hugos nicht verhehlen.
Farbenfroh eben ....


Auf dem Foto kann man auch die größeren Hände sehen.


Ich will demnächst für die größeren Norgge jetzt auch etwas größere Augen verwenden. So 10-11 mm im Durchmesser.
Heikes Norgg bekommt noch zwei Ohrringe, eine schwarze Fellweste und orangene Handschuhe. Foto folgt.
*
Mit meinem wilden Watson war ich an einem der trockeneren Tag eine halbe Stunde im Garten. Manchmal ist die Wohnung einfach zu klein, wenn er sich austoben muss.
Und weil Watson offenbar nix auslässt, ist er bei einer dieser Rasereien in die schon halbvoll gelaufene Badewanne gestürzt   (Ellen, wer sagts denn :)
Ebenso schnell war er aber wieder draussen, und sein Kopf hat auch nix abgekriegt. Der Rest musste natürlich nach einer Rubbeleinheit mit dem Handtuch noch mühselig von ihm trockengelegt werden.


Wer denkt das Watson jetzt das Badezimmer meidet - was mittlerweile wahrscheinlich keiner mehr denkt - sieht sich getäuscht. Nachdem das Fell wieder flauschig trocken war, war er total im Eimer...

... und eingeschlafen.

Mittlerweile hat er auch den Reiz der Strasse entdeckt. Das zeigt sich darin, dass er sich unbedingt auf die Küchenfensterbank quetschen muss. Dort fristeten bisher eine Orchidee, eine Begonie, meine Teekännchen und diverser Dekokram ein bisher friedliches Dasein. Bis jetzt weiß ich noch nicht wie ich mir dieser neuen Entwicklung umgehen soll. Und meine Unentschlossenheit hat sich auch prompt gerächt:

Außer dem Begonienübertopf sind auch noch zwei Futterschälchen hinüber, und die Aufräumaktion war wieder ein Erlebnis !!!

Nein - aufregen tue ich mich wirklich kaum noch. Außer wenn er dringend hinter dem Fernseher randalieren muss, meine Wasserpflanze in Grund und Boden frisst, beim Kämpfen nicht mehr mit meinem Händen, Füßen und Armen vorlieb nimmt, den Biomülleimer inspiziert (wie peinlich - als würde er für schlechte Zeiten üben), meine Pinwand abräumt, jede Zeitschrift anknabbert.... 

Es wird Zeit das es Frühling wird. Er spürt ihn schon!


Morgen bekomme ich Besuch von Dorothee. Sie hat den ersten Norgg bei mir in Auftrag gegeben. So fing das an ...
Ich will die Wohnung noch bisschen wienern, denn - Watson schläft gerade.
Ich grüße euch alle, und ihr hört demnächst wieder von

Watson
&